BNE – Bildung für nachhaltige Entwicklung

BNE ist die Abkürzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Gemeint ist eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem Denken und Handeln befähigt. Sie ermöglicht es jedem Einzelnen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.

Der Kerngedanke: Auf lange Sicht dürfen wir nicht auf Kosten der Menschen in anderen Regionen der Erde oder zukünftiger Generationen leben.

Schlage nur so viel Holz, wie der Wald verkraften kann! So viel Holz, wie nachwachsen kann – so formulierte Hans-Karl von Carlowitz 1713 als erster das Prinzip der Nachhaltigkeit in seinem Buch über die Ökonomie der Waldkultur „Silvicultura oeconomica“.

Seit dieser ersten Definition hat sich der Begriff der Nachhaltigkeit weiter entwickelt und geht über einen reinen Umweltbegriff längst hinaus. Er basiert auf der Erkenntnis, dass Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft sich gegenseitig beeinflussen: Es wird langfristig keinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt ohne intakte Umwelt geben. Ebensowenig wird es gelingen, die Umwelt effektiv zu schützen, wenn Menschen um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen müssen. 

Diesen Abschnitt haben wir übernommen von dem Deutschen BNE-Portal. Dort finden sich weitere Informationen zu Inhalten, Methoden, Netzwerken, Lernorten uvm.

Die Idee der Nachhaltigkeit entspricht dem Ansatz vieler indigenen Völker. Da diese ihre Prinzipien  nicht schriftlich fixierten, werden diese Ansätze in der wissenschaftlichen Diskussion auch kaum berücksichtigt. Einigen ist das „Sieben Generationen Prinzip“ der Haudenosaunee („Leute des Langhauses“) / Irokesischen Liga bekannt, welches im „Großen Gesetz des Friedens“  auf Wampun-Gürteln festgehalten wurde. Es besagt u.a., dass Entscheidungen stets im Hinblick auf die nächsten sieben Generationen zu fällen sind. Darüber hinaus regelte diese erste bekannte demokratische Verfassung auch die Beziehung der Irokesischen Stämme untereinander in vielfacher Hinsicht. 

In der Agenda 2030 werden diese 17 Ziele benannt: Anforderungen an eine außerschulische BNE (nach der Arbeitsgruppe Außerschulische Bildung 2012, S.12)

• Natur als Lebensgrundlage

• Idee weltweit gleichwertiger Lebens- und Gestaltungsmöglichkeiten

• Verantwortung gegenüber künftigen Generationen

• Ökonomische, ökologische und soziale Aspekte zusammenführen

• Lebensgestaltung im Sinne nachhaltiger Entwicklung greifbar machen

• Zwischen Bewahren und Verändern abwägen, um zukunftsfähig zu entscheiden

• Eigene Haltungen hinterfragen

• Lernen begleiten und Beteiligung ermöglichen

• Aus einer Methodenvielfalt Geeignetes auswählen

• Informationen kritisch bewerten

Hier finden Sie einen kurzen Überblick über  unseren Pädagogischen Ansatz.