BNE – Bildung für nachhaltige Entwicklung

Das Seminargebäude mit Solar- und Photovoltaikanlage, Nistkästen und vorgelagerter Obstwiese.

Mittlerweile ist klar, dass wir unseren Lebensstil so nicht weiterführen können. Es sind dringend radikale Änderungen nötig, damit wir Menschen und viele Tiere, Pflanzen und Landschaften weiter auf der Erde weilen können. Bei der Nachhaltigkeit geht es aber auch um Beteiligung, globale Fairness und kulturelle Identifikation. BNE ist die Abkürzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Gemeint ist eine Bildung, die uns befähigt unser Handeln in punkto Nachhaltigkeit zu reflektieren und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.

Wie praktizieren wir Nachhaltigkeit? Hier geht es zu unserem Entwicklungsplan  Nachhaltigkeit- InsFreie 2019.

Der Kerngedanke: Auf lange Sicht dürfen wir nicht auf Kosten der Menschen in anderen Regionen, der Erde oder zukünftiger Generationen leben. Schlage nur so viel Holz, wie der Wald verkraften kann! So viel Holz, wie nachwachsen kann – so formulierte Hans-Karl von Carlowitz 1713 als erster das Prinzip der Nachhaltigkeit in seinem Buch über die Ökonomie der Waldkultur „Silvicultura oeconomica“. Mehr zu dem Thema findet sich im BNE-Portal.  

Die Idee der Nachhaltigkeit entspricht dem Ansatz vieler indigenen Völker. Da diese ihre Prinzipien  nicht schriftlich fixierten, sind sie kaum bekannt. Das „Sieben Generationen Prinzip“ der Haudenosaunee („Leute des Langhauses“) / Irokesischen Liga  besagt u.a., dass Entscheidungen stets im Hinblick auf die nächsten sieben Generationen zu fällen sind. Darüber hinaus regelte diese erste bekannte demokratische Verfassung auch die Beziehung der Irokesischen Stämme untereinander in vielfacher Hinsicht. 

Um den komplexen und abstrakten Begriff der Nachhaltigkeit anschaulicher zu gestalten wurden in der Agenda 2030  diese 17 Ziele benannt:

Anforderungen an eine außerschulische BNE 

• Natur als Lebensgrundlage

• Idee weltweit gleichwertiger Lebens- und Gestaltungsmöglichkeiten

• Verantwortung gegenüber künftigen Generationen

• Ökonomische, ökologische und soziale Aspekte zusammenführen

• Lebensgestaltung im Sinne nachhaltiger Entwicklung greifbar machen

• Zwischen Bewahren und Verändern abwägen, um zukunftsfähig zu entscheiden

• Eigene Haltungen hinterfragen

• Lernen begleiten und Beteiligung ermöglichen

• Aus einer Methodenvielfalt Geeignetes auswählen

• Informationen kritisch bewerten

(nach der Arbeitsgruppe Außerschulische Bildung 2012, S.12)