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Josefa Schmitz, Dr. KArl-Robert Wolf, Inge Dewert, Björg Dewert und Irmgard Wolf vom Verein Natur unterwegs e.V. freuen sich über die Auszeichnung.

Auszeichnung für Wildnispädagogisches Projekt aus Westerkappeln –
Natur unterwegs e.V. Bereich Ins Freie erhält Auszeichnung als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt  

Die Wildnispädagogischen Waldwochen des Vereins Natur unterwegs e.V. werden als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet. Pastor Jörg Oberbeckmann würdigte die engagierte Arbeit des Vereins für mehr Glück und Nachhaltigkeit. Die Auszeichnung wird vorbildlichen Projekten verliehen, die mit ihren Aktivitäten auf die Chancen aufmerksam machen, die die Natur mit ihrer biologischen Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt bietet. Gisela Lamkowski von der Natur- und Umweltakademie des Landes NRW gratuliert dem Verein. Sie kennt und schätzt die hochwertige, naturpädagogische Arbeit von Björg Dewert und Team nun bereits seit 20 Jahren und freut sich, dass hier auch Bildung für nachhaltige Entwicklung ganzheitlich gelebt wird. Die Westerkappelner Bürgermeisterin Annette Große-Heitmeyer freute sich mit dem Verein über diese hohe Auszeichnung. Artikel in der IVZ und in der NOZ 

Die wildnispädagogischen Waldwochen des Vereins wurden unter dem Motto „Unvergessliche Abenteuer in der Natur“ als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ an der Schnittstelle zu sozialen Fragen ausgezeichnet. Diese Waldwochen werden seit 2011 mit verschiedenen Partnern durchgeführt. Besonders verdient gemacht hat sich Ulrike Leimbrock, die über viele Jahre die Seele der Waldwochen in Melle war und diese über ihren Tod hinaus unterstützt. Dafür gebührt ihr und ihrer Familie ein ganz besonderes Dankeschön ebenso wie den Waldbesitzern und Förstern, die uns unterstützen, sagt Björg Dewert Initiatorin und Leiterin der Waldwochen. Die nächste Waldwoche findet vom 10. bis zum 14. August in den Meller Bergen statt. Sowie vom 17. bis 21. August in Bissendorf in Trägerschaft der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen. Heike Lindenborn die Geschäftsführerin des Regionalbüros Osnabrück freut sich, dass mit dieser über das Programm LernRäume plus des Landesjugendamtes Niedersachsen geförderten Naturzeit Kinder, die besonders unter den Belastungen der Corona-Krise gelitten haben, freudvoll gefördert werden können.


Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein deutliches Zeichen für das Engagement an der Schnittstelle von Natur und sozialen Fragen in Deutschland gesetzt. Das wohltuende anregende und zugleich beruhigende Umfeld des Waldes bildet die Basis des 40 stündigen Ferienprojektes. In dieser Zeit tauchen die Kinder zwischen 6 und 11 Jahren in die Welt des Waldes ein. Sie begegnen den Bäumen, Kräutern, Tieren mit wildnispädagogischer Begleitung auf ganz neue Art. Neben der Vielfalt an Tieren und Pflanzen wird auch die Vielfalt der Bedürfnisse und Möglichkeiten der einzelnen Kinder respektiert und gezielt gefördert.

Diese Aktivitäten haben die UN-Dekade-Fachjury beeindruckt. Neben der offiziellen Urkunde – unterschrieben von Svenja Schulze Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und Prof. Dr. Beate Jessel Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz – und einem Auszeichnungsschild erhält der Verein Natur unterwegs e.V. mit seinen Mitstreitern einen „Vielfalt-Baum“, der symbolisch für die Naturvielfalt steht. Ab sofort wird das Projekt auf der Webseite der UN-Dekade in Deutschland unter Projektbeschreibung UN Dekade Biologische Vielfalt vorgestellt.

Dem Verein Natur unterwegs e.V. liegt die Natur mit ihrer Vielfalt am Herzen. Seit 2008 ist der Verein in Seeste ansässig und hat dort eine Scheune samt Außengelände angemietet. Der Seminar- und Tummelplatz Ins Freie wurde so gestaltet, dass dort möglichst viele verschiedene heimische Wildpflanzen und -tiere leben können. Heidenelke, Mädesüß, Zittergras und Gagelstrauch sind nur einige der über 200 verschiedenen Wildpflanzen am Platz. Teichmolch, Pirol, Schleiereule und Wasserskorpion sind einige der heimischen Wildtiere, die das Gelände bewohnen. Mit unserer Begeisterung für die Natur in ihren vielfältigen Facetten möchten wir gerne anstecken, sagt Dr. Karl-Robert Wolf 2. Vorsitzender des Vereins.

Die Auszeichnungsveranstaltung fand am Seminar- und Tummelplatz Ins Freie in Westerkappeln Seeste statt. Parallel wurden sechs Fachkräfte für essbare, heimische Wildpflanzen von der LEB zertifiziert, die ein Jahr lang in der Pflanzenvielfalt hier am Platz gelernt und gekocht haben. Sie haben Feuer gefangen und wollen nun selber ihre Begeisterung und ihr Wissen zu essbaren, heimisch en Wildpflanzen und den achtsamen Umgang mit Ihnen weitergeben. Christina Harms entwarf als Prüfungsleistung einen Flyer, der in Form eines Wohnungsgesuches auf die Bedeutung heimischer Wildpflanzen für Insekten und andere Tiere hinweist. Anbei ein „sneakpreview“. Der Flyer wird in Kürze von der LEB veröffentlicht. Für den nächsten Weiterbildungskurs „Essbare, heimische Wildpflanzen“ in 2021 werden bereits Anmeldungen angenommen.